Wissenschaftl. Studien
Steinbeis-Hochschule Berlin SHB unterstützt Akademisierung und Erforschung komplementärer Verfahren

Im Herbst 2010 erhielt die TouchLife-Schule die Einladung der Steinbeis-Hochschule Berlin, vertreten durch das IKT Institut für körperbezogene Therapien unter Leitung von Dr. jur. Ernst Boxberg, gemeinsam den neuen Studiengang „Bachelor of Science Komplementärtherapie in der Vertiefungsrichtung TouchLife" zu entwickeln und anzubieten. Lesen Sie mehr über dieses Projekt im Interview mit Frank B. Leder. Durch dieses fortschritttliche Pilotprojekt konnte Körperarbeit unter ganzheitlichen Gesichtspunkten in den deutschen Hochschulbereich aufgenommen werden. Im Rahmen des 6-semestrigen Studiengangs wurde u.a. auch die komplementäre TouchLife Methode beforscht. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Studienarbeiten - nachfolgend Zitate/Auszüge - bestätigen die Wirksamkeit der TouchLife Massage.

 

TouchLife Massage ist eine effektive Gesundheitspräventionsmaßnahme

Ute Pitzen, B. Sc. Komplementärtherapie, befasste sich 2015 im Zusammenhang mit einer Studie über den Nutzen von betriebsnahen therapeutischen Anwendungen am Beispiel der TouchLife-mobil Massage am Arbeitsplatz mit der allgemeinen Wirkung von Berührung auf Menschen. In ihrer abschließenden Betrachtung kommt Pitzen zu dem Ergebnis, dass die ganzheitliche Behandlungsmethode TouchLife eine effektive Gesundheitspräventionsmaßnahme darstellt.

Pitzen zeigt auf, dass speziell die TouchLife-mobil Massage am Arbeitsplatz eine Methode ist, die salutogenetisch ausgerichtet ist und zum Erhalt, beziehungsweise zur Erlangung physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens beiträgt. Pitzen führte eine Studie durch, die von der Steinbeis-Hochschule Berlin betreut wurde. Es wurden Probanden aus MitarbeiterInnen zweier Logistikunternehmen gewählt, um nach Massageanwendungen an ihrem Arbeitsplatz befragt zu werden. Pitzen stellt die Ergebnisse ihrer Studie in den Dienst, insbesondere den Wellness- oder Wohlbefindensmassagen mit ganzheitlichem Ansatz zu mehr Anerkennung und Wertschätzung zu verhelfen. Quelle: Ute Pitzen, 2015, Bachelor Thesis, Steinbeis-Hochschule Berlin SHB. Kontakt: www.calmanu.de

 

TouchLife Massagen verbessern deutlich das Wohlbefinden von Senioren

So das Ergebnis einer Studie an der Steinbeis-Hochschule Berlin. Die Wirkung der TouchLife Massage auf das Wohlbefinden von Senioren wurde von dem Komplementärtherapeut Jörg Henkel im Rahmen einer Abschlussarbeit an der Steinbeis-Hochschule wissenschaftlich untersucht. Es erhielten dazu von Dezember 2014 bis März 2015 insgesamt 112 Personen ab 65 Jahren von ausgebildeten TouchLife Praktikern jeweils vier Behandlungen. Zum Start und Ende der Untersuchung wurden die Senioren mit standardisierten Fragebögen zu ihrem körperlichen und psychischen Wohlbefinden befragt. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass durch die TouchLife Massagen das körperliche und psychische Wohlbefinden von den behandelten Personen unabhängig von dem Geschlecht und in allen Altersgruppen statistisch signifikant gesteigert werden konnten. Dabei nahmen bei den Probanden Anspannungen durchschnittlich um 40% ab. Deutlich zwischen 10 und 18% wurden dagegen die Genussfreude, Ruhe/Muße, die Zufriedenheit mit dem aktuellen Körperzustand, das Körpergefühl und die Vitalität und Lebensfreude der Senioren gesteigert.

TouchLife Massagen können daher bei rüstigen Senioren als auch bei Menschen, die pflegebedürftig sind, ein wichtiger Baustein für den Erhalt und die Steigerung der Lebensqualität sein. Durch das verbesserte Wohlbefinden der Senioren werden als Folge auch die Angehörigen und das Pflegepersonal entlastet. Quelle: Jörg Henkel, Fallstudie mit quantitativer Datenerhebung über die Wirkung von TouchLife Massage auf das Wohlbefinden von Senioren, 2015.

 

Eine TouchLife Behandlungsserie führt zu einem verbesserten Umgang mit stressbedingten Belastungen

Yvonne Böker, B.Sc. Komplementärtherapie, untersuchte die Wirkung der komplementären Methode TouchLife bei stressbedingten Belastungen auf Beschäftigte im Gesundheitswesen mittels einer explorativen, qualitativen Studie. Gleichzeitig wurden Methoden zur Messung von Stress bzw. Stressverarbeitung und Wahrnehmung evaluiert. Hierbei kamen u.a. ein standardisierter Fragebogen zur Stressverarbeitung, die Messung von Herzratenvariabilität (HRV) und Blutdruck für den physiologischen Bereich sowie die Befragung der Klienten und die Beobachtung von Yvonne Böker als Studienleiterin, um den subjektiven Aspekt abzubilden, zum Einsatz. Die Studie erfolgte zwischen Oktober und Dezember 2014.

Hypothesen in Bezug auf Stressverarbeitung, die durch die Studie bestätigt werden konnten: 1. Eine TouchLife Behandlungsserie führt zu einem verbesserten Umgang mit stressbedingten Belastungen, d.h. der Wert des positiven Stressverarbeitungsindikators erhöht sich. 2. Eine TouchLife Behandlungsserie wirkt sich positiv auf Menschen mit stressbedingten Belastungen aus, d.h. der Wert des negativen Stressverarbeitungsindikators sinkt. Quelle: Yvonne Böker, Bachelor Thesis/Steinbeis-Hochschule-Berlin SHB: Wirkung der komplementären Methode TouchLife bei stressbedingten Belastungen von Beschäftigten im Gesundheitsbereich.

 

TouchLife Methode bietet individuelle Massagebehandlungen

Ilona Maria Flittner, B. Sc. Komplementärtherapie, befasste sich 2014/15 im Zusammenhang mit einer Studie über körperorientiertes Coaching auch mit der Frage, warum Menschen für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit komplementäre Methoden wählen. Flittner kommt in ihrer Bachelor Thesis, die von der Steinbeis-Hochschule Berlin SHB betreut wurde, zu der Erkenntnis, dass die TouchLife Methode die Möglichkeit bietet, individuell auf Menschen in ihrer aktuellen Lebenssituation und Befindlichkeit einzugehen. Flittner bezieht sich in ihrer Untersuchung auf 101 Probanden, die von 13 verschiedenen TouchLife Praktikerinnen und Praktikern in Deutschland behandelt wurden. Bei über 100 dokumentierten Behandlungen gleichen sich nur wenige Abläufe; tatsächlich ließen sich aus den Feedbackbögen der Klienten 68! verschiedene Behandlungsmuster herauslesen. Als Behandlungsmuster gilt die Auswahl, Anzahl, Reihenfolge und zeitliche Gewichtung von Körpersegmenten, die in einer Stunde massiert werden können. Dies lässt erkennen, über welch großes, flexibles und der Behandlungssituation angepasstes Repertoire die TouchLife Praktikerinnen und Praktiker verfügen. Quelle: Ilona Maria Flittner, Ortenberg 2015, Bachelor Thesis, Steinbeis-Hochschule Berlin SHB

 

Grußwort von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Johann Löhn , Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin, Februar 2012

„Unsere Steinbeis-Hochschule Berlin erbringt transferorientierte Leistungen mit dem zentralen Aspekt des lebenslangen und berufsbegleitenden Lernens. Im Fokus steht die Vermittlung von fundiertem Wissen aus Theorie und Praxis und damit der Steinbeis-Gedanke des konkreten Wissen- und Technologietransfers. Ich freue mich, dass zu unserem Bildungsangebot nun auch der Studiengang Bachelor of Science (B.Sc.) „Komplementärtherapie“ dazugehört. Die Studierenden und die Dozenten heiße ich herzlich an der Steinbeis-Hochschule Berlin willkommen. Einige der Studierenden sind selbst Lehrer an schulischen Einrichtungen zur Vermittlung von Fachkenntnissen in der Atem-, Körper- und Bewegungstherapie. Sie sind also in ihrem Beruf hervorragende Fachleute, die auf ihr fundiertes Fachwissen Hochschulkenntnisse aufbauen wollen. Aus dieser Symbiose wird eine neue Gruppe von praxisorientierten Akademikern hervorgehen. Damit wird die Philosophie der Steinbeis-Hochschule Berlin verwirklicht, marktorientierte Innovationen als Dienstleistungen in einer zunehmend globalisierten und konkurrierenden Fachwelt umzusetzen.

Ich danke dem Institutsleiter, Herrn Dr. Ernst Boxberg, für sein Engagement und für seine Vorbereitungen, welche zum Studiengang in seiner jetzigen Form geführt haben. Allen Studierenden, Verantwortlichen und Teilnehmern wünsche ich einen interessanten, lehrreichen und erfolgreichen Studienverlauf."