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Vorwort zu: TouchLife - Massage, die schön macht

Vorwort zu: TouchLife - Massage, die schön macht

In den vergangenen Jahren habe ich mich mit großer Begeisterung in der ganzheitlichen Massage nach der TouchLife Methode ausbilden lassen. Beeindruckt hat mich vor allem der große Respekt vor den Menschen und die sensible, differenzierte Wahrnehmung von leib-seelischen Prozessen in der Arbeit von Kali S. von Kalckreuth und Frank B. Leder, die gemeinsam diese Methode begründet haben. Das “Geheimnis” ihrer TouchLife Massage liegt darin, im Gegesatz z.B. zur physiotherapeutischen Behandlung, dass sie den Körper eines Menschen nicht nur unter rein funktionellen Aspekten betrachten, sondern Leiblichkeit immer als integralen Bestandteil des Menschen begreifen. Der Zersplitterung des Körpers in Einzelteile, die bei Krankheit repariert werden müssen, wie wir es häufig im Medizinsystem erleben, setzt die TouchLife Massage eine integrative Herangehensweise entgegen, die sich immer an der psycho-physischen Gesamtsituation orientiert und dabei Aspekte nichtwestlicher Medizintradition einbezieht. Die Massagepartner und Klienten erleben dabei, dass sie neben der Erfahrung des Funktionierens ihres Körpers auch die Möglichkeit haben, sich selbst in ihrer Leiblichkeit als Person zu erfahren, Zeit zu haben, sich auf sich selbst wieder neu einzulassen. Sie spüren, dass sie nicht nur einen Körper haben, sondern auch Körper sind.

Den Körper wieder wertschätzen zu lernen als die Basis unseres gesamten In-der-Welt-Seins, ist ein Ziel der TouchLife Massage. Sie kann einen Teil dazu beitragen, uns zu lehren, dass unsere Sinne die Pforten zur Welt sind, dass wir uns Emotionen, sinnlich-ästhetischer Schönheit, körperlicher Nähe, heilender und zärtlicher Berührung und erotischer Sinnlichkeit nicht funktional, sondern mit meditativer Ganzheitlichkeit hingeben.

Die ganzheitliche TouchLife Massage kann uns dabei unterstützen, dass wir uns unserer Leiblichkeit wieder als Teil unseres biographischen Gedächtnisses bewusst werden. Für mich als Psychotherapeuten ist es zunehmend wichtiger geworden, dass neben dem, was wir in Gedanken und Bildern/Szenen aus unserer Lebensgeschichte gespeichert haben, auch unsere Körpergeschichte und ihre Spuren das Verhalten und Erleben von Menschen gemeinsam bestimmen und in einen psychotherapeutischen Lernprozess zur Identität hin integriert werden können.

Unabhängig von einer solchen professionellen Arbeit ist in der TouchLife Massage das (Wieder-) Entdecken der nicht-sexuellen Sinnlichkeit, der Freude am Körper und der Lust an der Berührung erlebbar, die vielen von uns - oft einfach aus Mangel an Gelegenheit - verloren gegangen ist. Die Wiederentdeckung von alltäglicher, heilsamer Berührung, wie ich sie erfahren habe, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern.

Prof. Dr. phil Gregor Terbuyken, Diplompsychologe